Deutschland? Scheiße!

In naher Zukunft stehen wiedermal mehrere sinnvolle Termine an, schaut doch das ihr für möglichst viel davon Zeit habt.

In chronologischer Reihenfolge:

Wir wünschen viel Vergnügen!

Camp & Antikriegstag

WERBUNG
Antifa-Camp 2011 im Ruhrgebiet [Druckluft | Oberhausen] - 03.08. - 07.08.2011
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Das DAB und Antifa-Gruppen aus NRW rufen dazu auf den Naziaufmarsch am 3.September in Dortmund zu verhindern.
Hierfür wurde das Alerta-Bündnis gegründet, dass mit folgendem Aufruf nach Dortmund mobilisiert:

Den Naziaufmarsch am 03.09. in Dortmund sabotieren, blockieren, verhindern!

Für den 03.09.2011 mobilisieren Neonazis wieder zum so genannten Nationalen Antikriegstag nach Dortmund. Den seit 2005 jährlich stattfindenden Aufmarsch werden sie auch in diesem Jahr wieder dazu nutzen, um einen völkischen Antikapitalismus und Antiimperialismus zu propagieren, der stets mit Rassismus, Antisemitismus, Antiamerikanismus und Geschichtsrevisionismus einhergeht.

Die Dortmunder Naziszene
Insgesamt ist Dortmund eine Hochburg der so genannten „Autonomen Nationalist_innen” in Deutschland geworden. Nicht zuletzt durch einen stetigen Zuzug von Neonazi-Kadern aus der gesamten Bundesrepublik sind sie personell recht gut aufgestellt und verfügen mit einem hauseigenen Internetversandhandel und dem Nazi-Zentrum an der Rheinischen Straße über eine funktionierende und materiell gut ausgestattete Infrastruktur. Neben der Organisierung des „Nationalen Antikriegstags” verteilen sie in der Innenstadt oder vor Schulen Flugblätter und führen auch neben dem Großaufmarsch im September einige Aufmärsche und Kundgebungen durch. Daneben kommt es hin und wieder auch zu geplanten Angriffen auf linke Wohn- und Kulturprojekte sowie zu Übergriffen auf Menschen, die rechte Parolen nicht unkommentiert hinnehmen wollen und sich gegen Neonazis engagieren.

Ferner tritt mit der „Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld” vermehrt seit 2009 eine weitere Neonazi-Gruppierung an die Öffentlichkeit. Der brutale Angriff von zwölf Neonazis auf die alternative Kneipe Hirsch Q im Dezember letzten Jahres, bei dem mindestens ein Kneipenbesucher auch Stichverletzungen erlitt, sorgte für größeres Aufsehen. Dabei gingen die Neonazis mit äußerster Brutalität gegen Besucher_innen der Kneipe vor. Der Angriff ist, wenngleich einer der brutalsten, nicht der letzte in der langen Reihe von rechten Angriffen in Dortmund geblieben. Die „Skinhead-Front” geriet jüngst wieder in die Schlagzeilen, als deren Mitglieder mehrere Frauen in einer U-Bahn rassistisch beschimpften und angriffen – und nur einen Tag später auf einer Kirmes rumpöbelten und Auseinandersetzungen provozierten.
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Lesetip

Unparteiischer mit Parteibuch – Ein Artikel über Stephan Haase und seine Tätigkeit als Schiedsrichter.

Hamas in Wuppertal

Am kommenden Samstag soll in Wuppertal die neunte Konferenz der Palästinenser in Europa statt. Bei dieser Veranstaltung traten in den vergangenen Jahren immer wieder Mitglieder der Hamas auf und konnten für ihre antisemitische Sache werben.

Das Mideeast Freedom Forum hat eine Kundgebung in der Wuppertaler Innenstadt angemeldet, zu der wir natürlich gerne aufrufen.

Einen weiteren Aufruf gibt es von der Gruppe FEKA und den FreundInnen der befreiten Gesellschaft.

P.S.: Und am Sonntag, kann mensch den Sieg über NS-Deutschland wohl am besten auf einer Demonstration in Witten feiern. Also, lasst die Sektkorken knallen!

Ausflugstipps

Im April gibt es wieder viele Möglichkeiten sich auf der Straße politisch zu betätigen. Eine (unvollständige) Sammlung mit den verschiedensten Terminen, für unsere faulen LerInnen, die sich nicht selbst durch die weiten des linksradikalen Internets quälen möchten.

Zu nennen wäre da, das kommende Wochenende mit den Nazi-Aufmärschen am 8. und 9. in Stollberg.
Ein sehr breites Bündnis ruft zu Blockaden auf, mehr Infos gibts auf:http://blockieren.mobi/
(An dieser Stelle, sei auf ein Kritikpapier hingewiesen, in dem zahlreiche Gründe dargelegt werden warum die Konzentration auf Nazi-Großevents problematisch ist.)

Weiter gehts dann am Freitag den 15. April in Bochum, mit einer Demonstration gegen Naziübergriffe und Strukturen.
Mehr Infos dazu: http://gegennazis.blogsport.de/

Am 30. April und dem 1. Mai gibt es wie in jedem Jahr zahlreiche Veranstaltungen, die mehr oder weniger Besuchenswert sind. Für Leute, die ein Wochenende in Norddeutschland verbringen möchten, bieten sich die Demonstration für den Erhalt der Roten Flora am 30. April und die Verhinderung des Nazi-Aufmarsches am 1.Mai in Bremen an.

Wer lieber in NRW bleiben möchte, kann sich am 30.April an einer Nachttanzdemo für Freiräume in Duisburg beteiligen. Am 1. Mai ständen die traditionelle Demo in Wuppertal und der Euromayday in Dortmund für reisefaule LinkschaotInnen zur Verrfügung. In wie weit ein Besuch dieser Veranstaltungen sinnvoll ist sollte sich allerdings jede/r selbst überlegen.

Weitere Reisemöglichkeiten wären natürlich Berlin am 1.Mai oder die Aktionen gegen den Nazi-Aufmarsch in Heilbronn am selben Datum.

Also, macht doch mal nen Ausflug!

Schmuddel-Demo 2011

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Gedenken an Thomas “Schmuddel” Schulz am 02.04.2011 in Dortmund!

Nichts ist vergessen und nichts wird vergeben!

Vor sechs Jahren, am 28. März 2005, wurde der Punker Thomas Schulz von einem Neonazi ermordet. Inmitten der U-Bahn-Station Kampstraße in der Dortmunder Innenstadt wurde Thomas von dem damals 17-jährigen Sven Kahlin niedergestochen. Noch am selben Abend erlag Thomas im Krankenhaus seinen Verletzungen. Sein Mörder wurde daraufhin wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren verurteilt. Eine politische Motivation hatte die I. Große Strafkammer des Dortmunder Landgerichts bei Kahlin nicht erkennen können, auch wollte das Gericht nicht von Mord sprechen, da das “Mordmerkmal der Heimtücke” nicht gegeben gewesen sei.

Dortmunder AntifaschistInnen betreiben seit den Ereignissen am Ostermontag 2005 mit alljährlichen Kundgebungen, Demonstrationen und weiteren Aktionen wie Straßenumbenennungen aktive und erfolgreiche Gedenkpolitik, um auf den Mord und dessen politischen Kontext hinzuweisen. Nicht zuletzt auch der erneute Naziangriff auf die Kneipe Hirsch Q im Dezember 2010 gibt uns allen Anlass im Rahmen der Gedenkdemo auf die recht aktive Neonaziszene in Dortmund hinzuweisen und antifaschistischen Protest auf die Straße zu tragen.
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